GASTBEITRAG Tanja Gubo // Entspannungstrainerin & Klangmassagepraktikerin – Wo die Worte fehlen – Klangarbeit als Kommunikationsstrategie nutzen bei Menschen mit Demenz!
Wo die Worte fehlen – Klangarbeit als Kommunikationsstrategie nutzen bei Menschen mit Demenz
„Über die Klänge der Klangschalen Brücken bauen und Lebensqualität trotz Demenz mit allen Sinnen fördern“
Wie kaum eine andere Erkrankung ist die „Demenz“ eine enorme Herausforderung für den Betroffenen selbst und die pflegenden Angehörigen.
Durch die Veränderungen der Lebenssituation, die das fortschreitende Alter mit sich bringt, z. B der Einzug ins Seniorenheim, Alterserkrankungen wie Parkinson, Schlaganfall oder Demenz sorgen für Unsicherheiten, Desorientierung und Ängste.
Menschen mit Demenz leben in einer inneren Isolation, die im Verlauf der Erkrankung immer unerreichbarer werden. Und je weniger die kognitiven Zugänge bei den Senioren/innen greifen, desto wichtiger wird das Erleben über die Sinne.
Die Klangarbeit – Klangmassage
Die Klangschalen sind aus dem Wellness- und Entspannungsbereich bekannt und finden ihren Einsatz in Form einer Klangmassage. Bei dieser ganzheitlichen Methode werden Therapieklangschalen auf dem bekleideten Körper positioniert und systematisch angespielt.
Durch die sanften Klangschwingungen lösen sich nicht nur körperliche Verspannungen, die harmonischen Klänge beruhigen und Regeneration geschieht auf allen Ebenen.
Davon profitieren auch Menschen mit Demenz, denn die Einfachheit der Klänge ermöglicht einen achtsamen Zugang zu den Betroffenen, der sie nicht überfordert, da nicht das Denken sondern das Hören und Spüren im Vordergrund stehen.
Die Klang- und Sinnesarbeit geht jeweils auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen ein.
In diesem „spürbaren Kontakt“ ist es möglich, Ängste, Unsicherheiten und körperliche Verspannungen abzubauen. Menschen mit Demenz finden leichter Ruhe und Entspannung, was sich nicht nur positiv auf die Lebensqualität und auf den Kontakt mit Mitmenschen sondern auch auf die allgemeine Gesundheit auswirkt.
Um die verschiedenen Sinne anzusprechen und zu aktivieren, muss es nicht immer eine Klangmassage sein.Kleine Klangübungen von nur wenigen Minuten können als basale Stimulation gezielt angewendet werden.
Der Schwerpunkt der Klangarbeit liegt nicht auf Heilung!
Wesentlich wichtiger ist es doch, dem Betroffenen mit Wahrnehmungserfahrungen sowie angenehmen Körpererleben für mehr Entspannung und Wohlbefinden zu sorgen und dort, wo die Worte fehlen, eine Kommunikationsbrücke aufzubauen, um dem Erkrankten eine schöne Zeit zu ermöglichen.
Über die Klangarbeit wird Selbstbestimmung wieder gefördert, Ängste und Unwohlsein können weichen, Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit entstehen. Dies wird gerade von Angehörigen und Pflegepersonal als sehr entlastend empfunden.
Mit den Klängen findet eine wunderbare, achtsame und wertschätzende Begegnung jenseits der Demenzerkrankung – von Mensch zu Mensch – statt.
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Eure Tanja Gubo
Entspannungstrainerin & Klangmassagepraktikerin
Tassilostraße 32
94315 Straubing
Tel: 09421 / 1805644
Mobil: 0171 / 3525489
E-Mail: tanja.gubo@entspannung-lernen-straubing.de










Schöner Gedanke, über Klänge Brücken zu bauen, denn viele mit Demenz reagieren spürbar auf Rhythmus und sanfte Berührung. Emelys Eindruck kann man gut nachvollziehen, dennoch entfaltet Klang in der Praxis oft erst Wirkung, wenn Alltagsstrukturen und kleine, wiederkehrende Rituale mitgedacht werden. Für Hilfe im Alter zählt neben solchen ruhigen Momenten auch praktische Unterstützung im Bad, zum Beispiel ein aufblasbares Badekissen, das den Einstieg erleichtert und Würde wahrt.
Mobil bleiben im Alter gelingt oft mit einfachen Hilfen wie Badekissen oder einem Elektromobil, dann werden diese klangvollen Inseln im Tag noch wertvoller.
Was für eine faszinierende Frau;)