Sagen und Erzählungen aus alter Zeit – Das Straubinger Wappen und der Straubinger Bote // Vielfältig und geheimnisvoll ist die Sagenwelt aus dem Bayerwald

// Das Straubinger Wappen //

In längst vergangenen Zeiten lag die Stadt Straubing nicht direkt an der Donau. Zwischen der Wundermühle und Hornstorf flossen die Donauwasser an ihr vorbei. Die Straubinger wollten aber den Strom u.a. als Transportmittel nutzen.

Eines Tages bauten sie einen mächtigen Pflug, spannten die stärksten Pferde vor, die sie besaßen und rissen ein neues Flußbett auf. Das führten sie ganz nahe an die Stadt heran. Die Straubinger machten den neuen Graben breit und tief genug, damit das Wasser dem neuen Lauf bequem folgen möge. Tatsächlich, eines Tages war es so weit, das Donauwasser strömte direkt an der Stadt vorbei.

Nun wurde noch am alten Wasserlauf ein Steinwall errichtet, die Bschlacht, damit es dem Fluß nicht mehr möglich war, ins angestammte Flußbett zurückzukehren. Seitdem gibt es eine „Neue Donau“ Ein kleiner Wasserarm verblieb jedoch, er fließt immer noch als „Alte Donau“ zwischen den eingangs genannten Punkten.

Für die viele Mühe und den Erfolg, den ihre Aktion hatte, bekamen die Straubinger den Pflug in ihr Wappen.

@ Endeckt hab ich diese Sage auf der Seite „Wildes Waldgebirge“.

 

 

// DER STRAUBINGER BOTE UND DAS LICHTLEIN //

 

Ehe bei uns die Eisenbahnen gebaut wurden, verkehrte zwischen Straubing und Passau jede Woche regelmäßig ein Botenfuhrwerk. An einem dunklen Winterabend fuhr der Bote wieder einmal nach Straubing zurück. Die Schneeflocken tanzten dicht zur Erde und der Wind sauste und heulte fürchterlich. Noch war der Bote stundenweit von seinem Ziele entfernt, als ihm der Wind die Laterne auslöschte. Da hieß es nun behutsam fahren; denn damals gab es noch viele Zäune mit ihren Falltoren, den sogenannten Faltern. Aber, o Wunder! so oft das Fuhrwerk an ein Falter kam, erschien ein Lichtlein, welches dasselbe öffnete und schloß. Nachdem das letzte Falter passiert war, sagte der Fuhrmann: „du hast mir einen großen Dienst erwiesen, Lichtl! Gott vergelt’s!“ Da flog das Lichtlein mit einem Freudenschrei in die Höhe und rief: „jetzt bin ich erlöst!“ Dann verschwand es.

@ Michael Waltinger, Niederbayerische Sagen

 

 

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Alexandra Walter

Geboren September 1974 in Straubing / Niederbayern, beruflich selbständig in der Werbebranche, geschieden, keine Kinder, Hundemama, Hobbyfotografin, Hobbyschreiberling, weltoffener Daueroptimist :-)

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2 Antworten

  1. Vielen Dank Manni für deine Nachricht. Die Sagen waren mir auch neu, obwohl ich lange beim Verlag Attenkofer sogar gearbeitet habe. Schönen Ostermontag noch! Grüße Alexandra

  2. Hallo Alexandra,
    wieder was dazu gelernt.
    Vielen Dank und schöne Ostern.

    L.g Manni

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